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Die Geschichte der Partnerschaft

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Die ersten Jugendlichen aus Savigny zu Gast in Berching August 1972

Die ersten Jugendlichen aus Savigny zu Gast in Berching (August 1972)

Die Freundschaft zwischen Savigny und Berching  ist nun schon über 44 Jahre alt. Im Jahr 1972 organisierten der damalige Stadtpfarrer Heinrich Füracker  aus Berching und sein französischer Freund und Studienkollege Père Bobichon aus Savigny zum ersten Mal einen Jugendaustausch. Erstes Partnerschaftstreffen war am 20.August 1972. 30 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahre aus Savigny waren zu Gast bei Berchinger Familien. In der Zeit vom 29. August bis 3. September 1973 besuchten dann erstmals Jugendliche aus der Pfarrei Berching den Ort Savigny. Die Gastfreundschaft, mit der sie empfangen wurden, war überwältigend. Aus diesen ersten Kontakten entwickelten sich über die Jahre und Jahrzehnte hinweg Freundschaften zwischen Familien aus beiden Gemeinden, die nun oft schon in der zweiten Generation andauern. Die wechselseitigen Besuche vertieften diese Freundschaften und tragen bis heute zu einem besseren Verständnis unserer beiden Völker in Europa bei.

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In diesem Sinne entschlossen sich im Jahre 1994  die Bürgermeister aus Savigny und Berching aus der freundschaftlichen Verbindung der beiden Pfarrgemeinden eine Städtepartnerschaft entstehen zu lassen. Am 13. Mai 1994 wurde ein Partnerschaftsvertrag unterzeichnet. 10 Jahre später, am 20. Mai 2004, erhielt Jean Boudaud , der die kommunale Partnerschaft auf Seiten von Savigny  begründet hat, die Bürgermedaille  der Stadt Berching verliehen.  

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Jean Boudaud

In einem Zeitungartikel vom 27.Juli 1996 wird die Entstehung der Partnerschaft wie folg beschrieben:

„Von September 1969 bis Juni 1970 absolvierte Dekan Heinrich Füracker ein Priesterfortbildungsjahr in Lyon. Der damals 39-Jährige unterzog sich dort einem auf geistige und aszetische Weiterbildung (Aszetik ist die Lehre vom Streben nach christlicher Vollkommenheit) ausgerichteten Programm, wobei er im Rahmen eines Seminars in der Pfarrei St. Madeleine in Villeurbanne die Bekanntschaft des dortigen Pfarrers Père Bobichon machte. Trotz des Altersunterschieds, Père Bobichon war zu diesem Zeitpunkt 65 Jahre alt, erwuchs zwischen den beiden Priestern eine herzliche Freundschaft, was Père Bobichon dazu ermutigte, ein bereits mehrmals gescheitertes Vorhaben endlich zu realisieren: Er wollte ein Jugendaustauschprogramm zwischen einer deutschen Kirchengemeinde und den Jugendlichen seiner Pfarrei ins Leben rufen. Obwohl er gute Verbindungen zu einem Priester in Leipzig hatte, war ihm dies bisher noch nicht geglückt. Hintergrund seines innigen Anliegens war die Tatsache, dass Père Bobichon als Zeitzeuge den verheerenden Ersten und den menschenverachtenden  Zweiten Weltkrieg miterlebt hatte. Er sah, wie Millionen von Menschen wegen der propagierten deutsch-französischen Erbfeindschaft und des erbitterten Revanchismusdenkens im Krieg umkamen.  Ab dem deutsch-französischen Freundschaftsvertrag durch Konrad Adenauer und Charles de Gaulle verfolgte er zwar auch die allmähliche Annäherung zwischen den beiden Ländern, doch um diese Annäherung weiterzuführen, und um Vorurteile bezüglich der Mentalität und der Lebensweise abzubauen, wollte er den Jugendlichen beide Länder die Möglichkeit bieten sich  mit Hilfe von Austauschprogrammen näher kennen zu lernen. In der Person Heinrich Fürackers hatte Pfarrer Bobichon endlich einen Ansprechpartner gefunden, dem diese Idee imponierte, und der nicht vor der Erledigung notwendiger organisatorischer Arbeiten zurückschreckte. Obwohl Heinrich Füracker im Juni 1970 nach Deutschland zurückkehrte und Père Bobichon in diesem Jahr aus St. Madeleine weg nach  berufen wurde, riss der persönliche Kontakt nicht ab. Im Gegenteil: Als Père Bobichon erfuhr, dass Heinrich Füracker am 1. September 1970 zum Stadtpfarrer von Berching ernannt werden sollte, reiste er am 15. August 1970 kurz entschlossen nach Berching, um in der Pfarrei Umschau zu halten. Im Mai 1971 weilte er ein zweites Mal zu Besuch in Berching, worauf er im August 1972 erstmals mit einer Gruppe Jugendlicher aus Savigny  in Berching eintraf. 1973 erfolgte unter der Begleitung von Dekan Heinrich Füracker und Roger Delacroix, einem einstigen französischen Kriegsgefangenen, der Gegenbesuch einer Berchinger Jugendgruppe in Savigny, zu deren Begrüßung Père Bobichon folgende Worte fand: „Es geschieht durch diesen Kontakt, dass unsere zwei Völker sich nach und nach als Brüder fühlen werden und sie die Vorurteile aus Kriegszeiten abschaffen.“Abwechselnd jedes Jahr fanden nun gegenseitige Besuche statt, wobei die Serie sogar fortgesetzt wurde, als Père Bobichon sich 1983 in den Priesterruhestand zurückzog. Nachdem anfangs nur Jugendliche an den Treffen teilgenommen hatten, wurden seit 1974 auch Erwachsene integriert, so dass herzliche Freundschaften  zwischen französischen und deutschen Familien entstanden.“   (Martina Guttenberger im Neumarkter Tagblatt vom 27./28. Juli 1996)

Savigny-Freunde auf dem diesjährigen Berchinger Weihnachtsmarkt

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Die Jugendlichen waren dieses Jahr im Sommer zu Besuch bei der Partnerstadt in Savigny und kamen begeistert und voller Elan zurück nach Berching, nachdem Sie eine Woche ein tolles, spannendes und abwechslungsreiches Programm erleben durften.

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Um sich für das Engagement, die Mühe und die super Organisation bei Ihrer Partnerstadt nächstes Jahr Anfang August 2017 revanchieren zu können, möchten die Jugendlichen Geld sammeln und dieses Jahr einen SAVIGNY Weihnachtsmarkt-Stand auf die Beine stellen bei dem Crêpes, Vin Chaud (die französischen Glühwein-Variante) und selbst gemachte französische Gebäck-Spezialitäten verkauft werden.

Das Engagement der Jugendlichen ist enorm!! Es ist eine große „Back-Aktion“ geplant, bei denen alle zusammen die Spezialitäten ausprobieren, testen und für gut befinden um sie dann schön verpackt unter die Leute zu bringen.

Über einen regen Besuch des SAVIGNY-Weihnachtsmarkt-Standes würden sich alle sehr sehr freuen 🙂